Häufige Fragen

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Häufige Fragen

Fragen vor dem Kauf

Es gibt viele Frage, die man sich vor einem Rauchmelder Kauf stellen sollte. Die wichtigsten Fragen zum Kauf eines Rauchmelders werden im folgenden beantwortet.

Welches ist der beste Rauchwarnmelder für mich?

Handelt es sich um Räume mit Dampf oder Rauchentwicklung ist von einem rein optischen Melder abzusehen, da diese in solchen Örtlichkeiten aufgrund ihres Raucherkennungssystems nicht ordnungsgemäß funktionieren können. Dort bietet sich ein Hitzemelder bzw. ein kombinierter Hitze- und Rauchwarnmelder an. In Objekten mit großer räumlicher Ausdehnung und der Installation mehrerer Melder ist eine Vernetzung über Funk oder Draht anzuraten, damit bleibt auch über größere Entfernungen ein Alarm nicht unbemerkt. Weiter gibt es Melder mit integriertem Notlicht, welches insbesondere Nachts hilft die nötige Ruhe im Brandfall zu bewahren. Zu beachten ist, dass eine ordnungsgemäße Funktion der meisten Melder nur bei einer Umgebungstemperatur oberhalb von 0° C gewährleistet ist. Möchte man größtmögliche Qualität und Sicherheit unabhängig von den Kosten greift man zu Meldern mit dem Qualitätszeichen „Q“. Diese Melder zeichnen sich durch höchste Zuverlässigkeit und Qualität sowie erhöhte Langlebigkeit aus.

Welches sind die besten Batterien?

Aufgrund ihrer deutlich höheren Lebensdauer sind Lithium- den Alkalibatterien vorzuziehen. Lithiumbatterien haben in der Regel eine Mindestlebensdauer von zehn Jahren, Alkalibatterien meist deutlich weniger als drei Jahre. Die deutlich erhöhte Lebensdauer rechtfertigt auch den erhöhten Anschaffungspreis. In Rauchmeldern mit fest integrierten Batterien sind immer Lithiumbatterien verbaut. Zu beachten ist, dass bei funkvernetzten Rauchwarnmeldern mit Lithiumbatterien auch die Lebensdauer der Lithiumbatterien deutlich verringert ist.

Welches ist der richtige Montage und der richtige Montageort?

Damit ein Rauchmelder ordnungsgemäß funktioniert muss er entsprechend Installiert werden. Dies lässt sich mit relativ wenig Aufwand und Kenntnissen bewerkstelligen. Die benötigten Schrauben und Dübel liegen jedem Melder bei. Manche Geräte lassen sich auch ganz ohne Bohren per Magnethalterung befestigen. Diese Methode ist aber nur in absoluten Ausnahmen anzuwenden, weil diese Art der Montage eine gewisse Fehleranfälligkeit für herunterfallende Rauchwarnmelder mit sich bringt. Bei der eigentlichen Montage ist folgendes zu beachten. Den Rauchmelder ausschließlich mittig bzw. mindestens 50 cm von den Wänden entfernt waagerecht an der Raumdecke anbringen. Einschließlich bei Schrägdächern ist eine waagerechte Installation zwingend notwendig.


 

Zu vermeiden sind Montageorte in direkter Nachbarschaft von Zugluft und Luftschächten sowie Dachspitzen und in Räumen mit hoher Dampf oder Rauchentwicklung, wo keine ordnungsgemäße Funktion des Rauchmelders zu erwarten ist. Der Rauchmelder darf nicht überdeckt oder überstrichen werden. Für Räume bis 60 Quadratmeter ist jeweils ein Melder ausreichend. Darüber hinaus sind weitere Rauchmelder nötig. In Bundesländern mit der entsprechenden Regelung sind Melder in Schlafräumen und Fluren sowie in offenen Treppenhäusern oder offenen Verbindungen mit mehreren Etagen mindestens auf der obersten Ebene vorgeschrieben. Grundsätzlich wird empfohlen alle Räume mit Meldern auszustatten.

  • Rauchmelder ausschließlich an der Decke und waagerecht montieren
  • einen Mindestabstand von 50 cm zu den Zimmerwänden einhalten
  • nicht in Dachspitzen und in der Nähe von Zugluft installieren
  • ein Melder reicht für höchstens 60 qm, in den Spezifikationen des jeweiligen Rauchmelders nachzusehen
  • in Räumen mit Rauch- oder Dampfentwicklung nur speziell geeignete Rauchwarnmelder benutzen

Was ist bei der Wartung zu beachten?

rauchmelder wartung

  • mindestens einmal pro Monat per Testknopf die Funktion des Rauchmelders überprüfen
  • ein bevorstehender Batteriewechsel wird frühzeitig durch einen Alarmton angezeigt
  • nach Möglichkeit Lithium- anstelle von Alkalibatterien verwenden
  • den Rauchmelder alle zehn Jahre austauschen
  • bei der Anschaffung auf Rauchwarnmelder mit dem Siegel „Q“ achten, welche eine gesonderter Prüfung ihrer Haltbarkeit unterliegen
  • den Melder regelmäßig reinigen, beispielsweise mit dem Staubsauger

Fehlalarme und Vermeidung von Fehlalarmen?

Fehlalarme sind häufig ein Problem minderwertiger Rauchwarnmelder, einer fehlerhaften Installation oder von Umwelteinflüssen. Indem man sich an die vorgeschrieben Regeln, auch nachzulesen in der mitgelieferten Bedienungsanleitung, für die Montage hält sind Fehlalarme bei Qualitätsrauchmeldern grundsätzlich sehr unwahrscheinlich. Sehr wichtig ist auf die Umgebung zu achten. Zugluft und Orte wo es zum Luftstau kommen kann sind eine mögliche Quellen für Falschalarme.

Für Räume mit Rauch- und Dampfentwicklung und dergleichen sind spezielle Melder zu installieren. Wie beispielsweise Hitzemelder. Weiter muss man darauf achten den Rauchmelder regelmäßig vom Staub zu befreien, da dies eine mögliche Quelle für Falschalarme sein kann.

Was ist beim Batteriewechsel zu beachten?

batteriewechsel rauchmelderBei Meldern mit fest verbauten Batterien auf keinen Fall einen Batteriewechsel versuchen. Die Lebensdauer dieser Batterien ist so gelegt, dass sie mit der empfohlenen Einsatzzeit der Rauchmelder von zehn Jahren übereinstimmt. Für alle anderen Modelle gilt, dass die Melder in der Regel 30 Tage vor dem Versagen der Batterie einen Hinweis auf den zu vollziehenden Wechsel geben.

Löst Zigarettenrauch Fehlalarme aus?

Diese Frage ist schnell mit einem „nein“ zu beantworten. Moderne Rauchmelder sind unempfindlich gegenüber Zigarettenrauch. Tatsächlich gibt es sogar Melder die in der Lage sind nur auf Zigarettenrauch zu reagieren, möchte man beispielsweise ein Rauchverbot überwachen.

Versicherungsschutz bei Verstoß gegen die Rauchmelderpflicht?

Beim Verstoß gegen die Rauchmelderpflicht ist des Verlustes seines Versicherungsschutzes von der eigenen Versicherung abhängig. Der Großteil der Versicherungen zeigen sich kulant und bieten vollen Schutz auch bei Verletzung der Rauchmelderpflicht. Begründet wird dieses Verhalten damit, dass Rauchmelder keine Brände verhindern können. Wobei diese Praxis der Versicherungen als fragwürdig einzustufen ist, da mit Hilfe der Rauchmelder die schlimmen Folgen eines Brandes deutlich geringer gehalten werden können. Ein Rauchmelder im Schlafzimmer kann den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. Die Installation eines Rauchmelders ist auch völlig unabhängig einer Pflicht nur zu empfehlen.

Wer trägt die Kosten der Anschaffung und Wartung?

In Mietwohnungen mit Rauchmelderpflicht hat der Vermieter die Kosten für Einbau und Wartung zu tragen. Verstößt der Vermieter gegen seine Pflichten besteht im Schadensfall kein Versicherungsschutz und der Vermieter wird seinem Mieter gegenüber schadensersatzpflichtig.

Des Weiteren wird empfohlen, auch wenn man seine Rauchmelder nicht vom Fachmann installieren lässt, den Einbau und die Wartung zu dokumentieren. Rauchmelder sollten nach zehn Jahren ausgetauscht werden und man sollte darauf achten Lithium Batterien zu verbauen, da diese eine deutlich höhere Lebensdauer als herkömmliche Batterien haben und in der Regel die zehn Jahre Lebensdauer problemlos erreichen. Derzeit gibt es keine einheitliche gesetzliche Regelung für den Einbau von Rauchwarnmeldern. In einigen Bundesländern steht es jedem frei seine Rauchmelder in der eigenen oder gemieteten Wohnung selber zu installieren, in anderen Bundesländern sind diese inzwischen zwingend vorgeschrieben. Damit der Melder aber ordnungsgemäß funktioniert sollte man sich über die Art und Weise des Einbaus sicher sein. Um ganz sicher zu gehen kann man einen Elektroinstallateur mit der Installation und Wartung seiner Rauchwarnmelder beauftragen.

Was ist zu beachten bei Rauchmeldern in der Küche und Bad?

Grundsätzlich gibt es keine Pflicht für Rauchwarnmelder in Küche oder Bad. Möchte man trotzdem in diesen Räumen einen Melder installieren dann ist von einem rein optischen Melder abzusehen, da diese in solchen Örtlichkeiten aufgrund ihres Raucherkennungssystems nicht ordnungsgemäß funktionieren können. Dort bietet sich ein Hitzemelder bzw. ein kombinierter Hitze- und Rauchwarnmelder an. Weiter hat man die Möglichkeit Rauchmelder mit Stummschaltfunktion zu installieren. Wenn für eine kurze Zeit mit einer erhöhten Dampfentwicklung zu rechnen ist lassen sich diese für diesen Moment ruhigstellen.